Volleyballclub Nienburg e.V.

 
 

Jürgen Bultmann finisht Deutschlands längsten Nonstopultralauf (320 km)

Jürgen Bultmann vom VC Nienburg hat vom 18. bis 22. Juni den "WiBoLT", Deutschlands längsten Nonstopultralauf, bestritten. Dieser verläuft über den Rheinsteig, einem Wanderweg, der in Wiesbaden am Biebricher Schloss startet und auf dem Marktplatz in Bonn endet. Die Strecke führt über 320 Kilometer durch die sehr reizvolle Landschaft von Rheingau, Taunus, Westerwald und Siebengebirge.

Jürgen Bultmann beim WiBoLTNach verhaltenem Start in Wiesbaden am Biebricher Schloß fand er schnell seinen Laufhrythmus und lief in den ersten beiden Tagen mit unterschiedlichen Laufpartnern zusammen. Das Laufen in einer Gruppe ist laut Jürgen gerade bei solch einem extrem langen Wettkampf sehr hilfreich, lässt es einem doch die Qualen des Laufes einigermaßen erträglich erscheinen.

Nach Erreichen der ersten Schlafgelegenheit in Bornich nach 101 zurückgelegten Kilometern und ca. 16 Laufstunden legte er sich nach ausgiebiger Stärkung für ca. 2 Stunden aufs Ohr. Es handelte sich bei der Unterkunft um eine Turnhalle, in der die Läufer ihre Schlafsäcke vorab deponieren konnten.

Am zweiten Tag wurde die Strecke bezüglich der Höhenmeter noch anspruchsvoller, so dass er jetzt langsamer vorankam. Bergaufpassagen wurden jetzt gehenden Fußes zurückgelegt und Bergabpassagen, soweit es ging, gelaufen. Jürgen führte im übrigen ein Outdoor-Navigationsgerät mit sich, welches ihm unschätzbare Dienste während des Laufes, speziell jedoch in der Nacht geleistet hat, da man gerade des nachts teilweise sehr schlecht die Hinweisschilder des "Rheinsteigs" ausmachen konnte.

Bei Hälfte der Strecke (ca. 160 Kilometer) gab es eine provisorische Schlafmöglichkeit im Rathaus in Braubach, welche er für ca. 2 Stunden auf dem Boden der Rathausstube liegend in Anspruch nahm.

Danach ging es weiter in die Morgendämmerung des 3. Tages hinein. Verpflegungspunkte, an denen sich die Extremsportler erfrischen und laben konnten, gab es ca. alle 30 Kilometer. Hier konnten auch die Wasservorräte der Trinkblasen und Trinkflaschen aufgefüllt werden.Diese nahm Jürgen ebenfalls regelmäßig in Anspruch, um einer drohenden Dehydrierung und Unterzuckerung entgegenzuwirken.

Um ca. 3.00 Uhr am 21.06.14 erreichte er schließlich nach mittlerweile bereits zurückgelegten 232 Kilometern und einer Laufzeit von 69 Stunden die letzte Schlafmöglichkeit auf der Strecke in Feldkirchen.Hier nächtigte er ca. 3 Stunden in einer Turnhalle im vorab deponierten Schlafsack.

Um ca. 7.00 Uhr brach er hier mit einer Laufpartnerin wieder auf, um das letzte Teilstück nach Bonn in Angriff zu nehmen.Im Laufe des Tages schlossen seine Laufpartnerin und er auf vier weitere Läufer auf, so dass man fortan eine 6-köpfige Laufgruppe bildete. Das hatte den Vorteil, dass man die Führungsarbeit wechseln und so wichtige Energiereserven schonen konnte.

Am 22.06.14 um 5.33 Uhr lief er schließlich Hand in Hand mit den anderen 5 Läufern in das Ziel auf dem Marktplatz in Bonn nach zurückgelegten 320 Kilometern und 83 Stunden und 33 Minuten Laufzeit ein. Total erschöpft aber überglücklich empfingen seine Mitstreiter und er die Finisher-Medaillen und -Westen.

Jürgens Fazit nach dem Lauf: "Der "WiBoLT" war für mich sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht eine Grenzerfahrung, die ich trotz all der durchgemachten Qualen und Entbehrungen nicht missen möchte. Ich werde ihn jedoch nicht noch einmal bestreiten, da ansonsten die Einzigartigkeit und das Besondere dieses Laufes für mich verlorengehen würde."

Weitere Informationen zum Lauf können über die Internetseite www.wibolt.de abgerufen werden.

Meldung vom 25.06.2014


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